Mit der erste Blick, wenn man neu auf einem Social Media Account landet und überlegt, ob man followen soll, geht zur Anzahl Follower / Abonnenten. Denn wie soll man sonst entscheiden, ob dieser Account „wichtig“ ist? Je mehr Follower, desto interessanter und wichtiger, so die landläufige Meinung.

Die ist aber leider falsch. Was nützen mir 10.000 Follower oder mehr, die entweder gar nicht meine Zielgruppe sind, ganz andere Interessen als ich haben, oder gar nicht interagieren?

Follower, vor allem für Unternehmensaccounts, kann  man quasi „an jeder Ecke“ kaufen. Oder sehr schnell über eine Gratis-Promo-Aktion generieren. Die hohe Kunst der Agenturarbeit ist aber, genau solche Follower zu gewinnen, die relevant sind.

Relevanz schlägt hohe Anzahl

Besser als 7.563 Follower, die – wenn man Glück hat – zwar die Posts sehen / lesen, aber nicht reagieren, sind 394 Follower, die ernsthaft interessiert sind und antworten. Oder mindestens liken.

Erstens landet man dann weiter oben in der Sichtbarkeits-/Vorschlagsliste von Instagram, Twitter und Facebook. Denn deren Algorithmen zeigen Accounts mit viel Bewegung (Likes, Comments, Weiterleitung) weiter oben und öfter an in der Timeline, als Accounts, bei denen sich außer den eigenen Posts nichts rührt …

Zweitens ist man für andere Follower interessant. Wo niemand antwortet, will man selbst nicht der Einzige sein. Aber in eine Diskussion einsteigen … gern!

Drittens lernt ein Unternehmen dabei viel. Welche Themen für die Follower interessant sind, welche nicht bewegen.

Viertens wird Vertrauen und positives Image aufgebaut. Das Unternehmen stellt sich der Diskussion, Fragen, nimmt „die Menschen da draußen“ ernst. Das wird auch gern weiterempfohlen. Beziehungsweise wenn dann mal Kaufbedarf da ist, ist man in der Mind Map des Kunden. Noch so ein schönes Marketingwort, was einfach heißt: Man fällt als Erster ein.

Tipp für Social Media Accounts von Unternehmen: Klasse statt Masse

Schielen Sie nicht auf hohe Followerzahlen.
Geben Sie Ihren Social Media Accounts Zeit, generisch zu wachsen.
Wählen Sie Ihre Posts thematisch so, dass sie Interaktionen erzeugen.